Risikofaktoren

Risikofaktor: Umwelteinflüsse

Die Belastung der Umwelt mit Giften, Schadstoffen oder anderen Substanzen kann die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Jeder Mensch wird durch Schadstoffe aus der Umwelt belastet. Die schädlichen Stoffe liegen zwar nur in kleinen Mengen vor, wirken aber über einen längeren Zeitraum.

Folgende Umwelteinflüsse stellen aufgrund ihrer krebserregenden Wirkung ein Risiko für Ihre Gesundheit dar:

  • Asbest
  • Dioxine
  • Elektrosmog
  • Feinstaub
  • Gerätebenzin
  • Nanopartikel
  • Radon
  • UV-Strahlung

Risikofaktor: Genetische Vorbelastung

In einigen Fällen werden Veränderungen der Erbsubstanz von einer Generation auf die andere vererbt. Informieren Sie sich über die Hinweise, die darauf hindeuten.

Krebserkrankungen entstehen durch Veränderungen in der Erbsubstanz der Zellen. Diese Veränderungen können spontan auftreten oder durch Umweltfaktoren wie Tabakrauch oder UV-Strahlung ausgelöst werden. Schätzungen zufolge haben ca. 5 bis 10 Prozent aller von Krebs betroffenen Patienten eine angeborene Veränderung in der Erbsubstanz, durch die Krebs begünstigt wird. Bei weiteren 20 Prozent besteht wahrscheinlich eine gewisse Veranlagung für eine Krebserkrankung.

Weil Krebserkrankungen häufig vorkommen, treten nicht selten mehrere Krebsfälle in einer Familie auf. Dies allein besagt jedoch nicht automatisch, dass in dieser Familie eine erbliche Veranlagung besteht. Auch in Familien, bei der eine erbliche Veranlagung vorliegt, wird diese nicht an alle Nachkommen weitergegeben. Überdies erkranken nicht alle Personen mit einer angeborenen Veranlagung an Krebs.

Vererbbare Krebsarten

Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs: 5 bis 10 Prozent der Krankheitsfälle sind durch erbliche Faktoren bedingt. Männer, die aus Familien mit Brust- und Eierstockkrebs stammen, erkranken häufiger an Prostata- und auch an Brustkrebs.

Dickdarm- oder Enddarmkrebs: 5 bis 10 Prozent der Erkrankungen werden an die Nachkommen vererbt. In den betroffenen Familien treten auch Tumore im Magen, Dünndarm, in der Gebärmutterschleimhaut, oder in den Eierstöcken, in den Gallenwegen oder im Harnleiter etwas häufiger auf.

Malignes Melanom: 5 bis 10 Prozent der Krankheitsfälle von schwarzem Hautkrebs sind erblich bedingt. In den betroffenen Familien tritt auch Krebs der Bauchspeicheldrüse häufiger auf.

Hinweise auf Vererbung

Folgende Hinweise können Rückschluss auf eine mögliche Vererbung geben:

  • Krankheitsausbruch vor dem 40. oder 50. Lebensjahr
  • Gehäuftes Auftreten derselben Krebsart in der Familie
  • Mehrere Tumore bei der selben Person
  • Unübliche Tumore wie rechtsseitiger Darmbrebs oder Brustkrebs bei einem Mann